Freitag, 12. Februar 2016

No Cloud

Ich habe es mal wieder getan. Daten in die Cloud geschoben. Für den schnellen Datenaustausch von kleinen Datenmengen nutze ich ja immer wieder mal Dropbox und auch bei einigen anderen Anbietern habe ich kostenlosen Speicherplatz. Als Backup von Backups auf dem NAS und externen Festplatten ist die Cloud sicher eine gute Möglichkeit, um (natürlich verschlüsselt) im Wurst-Käse Daten reproduzieren zu können.
Nur ist die Upload-Geschwindigkeit vollkommen unbrauchbar. Ich habe nur ein paar wenige wichtige Daten ausgewählt und in 2 Dateien gepackt. Ein verschlüsseltes ZIP-Archiv von etwa 3 GB hat etwa 12 Stunden gebraucht, bis es auf dem GDrive-Server war. Die zweite Datei mit etwa 4,7 GB ist nach jetzt 15 Stunden immer noch nicht vollständig hochgeladen. Natürlich kann so was einfach im Hintergrund laufen und mir ist auch klar, dass es bei DSL 16.000 durch das asymetrische Verhalten beim Upload massive Engstellten gibt. Aber wenn ich per FTP Daten übertrage, geht das doch auch extrem viel schneller.
Ich möchte gar nicht hochrechnen, was ein vollständiges Backup von vielleicht 500 GByte an Zeit braucht, um in der Cloud zu landen. Und Dateien einzeln hochzuladen ist keine Option. Die muss man dann ja jedes Mal einzeln erst verschlüsseln und das ist viel zu aufwendig. So ist Datenspeicherung in der Cloud für normale Anwender genauso weit von der Praxis weg wie ein Trabbi davon ein Formel-1-Rennen zu gewinnen (vollkommen unabhängig davon, ob man wirklich seine Daten irgendwelchen fremden Firmen anvertrauen sollte).
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