Mittwoch, 14. Mai 2014

Urteil zum Recht auf Vergessen im Internet

Mit dem neuen Urteil vom EUGH kann man Google dazu verpflichten Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus seiner Ergebnisliste zu streichen. Das Urteil wir groß als Sieg des Datenschutz und der Stärkung der Persönlichkeitsrechte gefeiert. Das ist meines Erachtens aber nur eine Seite der Geschichte. Denn das Web wurde damit weiter den Juristen zum Frass vorgeworfen. Und das ist einfach nur schlecht. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum" wird von den Lobbisten diverser Interessensverbände immer wieder rausposaunt. Was nichts anderes bedeutet, dass diese Leute keinen Zugriff auf das Geld und Verhalten der Nutzer haben und das stört. Die weitere Gängelung von Internet-Diensten durch Lobbisten und Einzelpersonen mithilfe willfähiger Juristen macht dem Umgang mit dem Internet immer gefährlicher und schwieriger. Pervers ist es, wenn das noch unter dem Deckmantel des Datenschutz versteckt wird. Der Datenschutz wird damit missbraucht und ausgehöhlt. Das sogenannte Recht auf Vergessen kann man auch Zensur nennen. Ich bin bei dem Urteil wirklich sehr zwiegespalten.
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