Dienstag, 21. Januar 2014

Welchen Browser nutzen?

Im Moment bin ich unschlüssig, welchen Browser ich bei meiner täglichen Arbeit im Internet wirklich nutzen soll? Als Entwicklungsbrowser führt nichts an dem Firefox vorbei, denn dessen Möglichkeiten - gerade mit dem Add-on Firebug - sind unerreicht. Aber was ist mit dem normalen Surfen?

Bisher war mein ganz klar bevorzugter Browser Opera. Aber seit Opera auch mit der Webkit-Engine arbeitet und zudem ein neues Managment den Laden übernommen hat, geht es so massiv damit nach unten, dass ich schon wieder Verschwörungstheorien in den Raum stelle. Ähnlich wie beim Niedergang vom Netscape Navigator beim Wechsel der Version 4.7 auf 6 bei gleichzeitiger Übernahme durch AOL stellt sich mir die Frage, ob da nicht Geld fließt, um einen gefährlichen Konkurrenten kaputt zu machen? Auf jeden Fall finde ich die neue Oberfläche von Opera nicht mehr bedienbar. Ich finde nicht einmal die Lesezeichen mehr. Alles extrem vereinfacht und mit dem gleichen Usability-Gedanken wie bei Apple, Windows 8 oder Unity. Der Benutzer muss nichts wissen und will nicht hinter die Kulissen schauen, sondern der große Bruder Computer macht das schon... Dazu eine Engine, die auch andere Browser haben. Wozu also noch Opera? Sehr, sehr schade.

Dann gibt es natürlich noch den Internet Explorer. Zumindest, wenn ich Windows verwende. Klar - vor der Version 9 keine Alternative, sondern nur eine Krücke und Sicherheitsrisiko. Aber spätestens seit der Version 10 hat der Browser zur Konkurrenz aufgeschlossen. Ich habe im Moment die Version 11 installiert und werde sie auf jeden Fall mal testen, wenn ich Zeit habe. Sicher nicht bei sicherheitskritischen Dingen und vielleicht erstmal nur lokal, aber der IE hat langsam das Potential zu einem ernsthaften Browser zu werden. Andererseits - warum muss ich es der NSA ganz so einfach machen und direkt vom Browser aus meine Daten senden? Die sollten sich zumindest die Mühe machen müssen und die Daten erst im Netz selbst abfangen.

Dann wäre da noch Chrome. Ganz klar ein guter Browser. Aber Google und NSA sind halt direkt auf der Tastatur dabei und das macht ihn nur zum Spielen interessant. Niemals für echte Anfragen ins Web. Vielleicht Chromium, aber auch da bin ich unsicher.

Safari ist Apple. Mehr gibt es nicht zu sagen, außer dass wohl da auch die NSA einen direkten Vertrag hat. No chance.

Was bleibt? Ich wollte ihn schon kicken wegen der ständigen Aktualisierungen, aber nun bleibt doch nur Firefox. Durch die offenen Quelltexte und die nicht vorhandene Abhängikeit von US-Firmen ist er wohl die einzig mögliche Wahl.
Kommentar veröffentlichen

Onlinetraining mit Ralph Steyer

Onlinetraining mit Ralph Steyer
Onlinetraining mit Ralph Steyer und anderen Autoren bei Video2Brain